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Vietnam Rundreise


31.01.

Um 19.30 kommen wir planmäßig in Hanoi an. Wir sind überrascht von den kühlen Temperaturen. Es ist regnerisch bei 8 Grad. Unser Reiseleiter „Yen“ sagt uns, dass es seit 50 Jahren nicht mehr so kalt gewesen ist.

Die Fahrt vom Flughafen zum Hotel dauert ungefähr 30 Minuten.


Wir sind beeindruckt von dem morbiden Charme der alten Häuser, die noch den Charakter der französischen Kolonialzeit widerspiegeln. Überraschenderweise sehen wir relativ wenig Leben auf der Straße. Nach Auskunft unseres Guides hat dies mit dem widrigen Wetter zu tun, und ist nicht mit der Situation im Sommer vergleichbar. 


        

Unser lokaler Reiseführer spricht hervorragend deutsch, was er sich bei mehrjährigen Aufenthalten in der ehemaligen DDR angeeignet hat. Nach seiner Auskunft erlebt Vietnam einen rasch aufsteigenden, wirtschaftlichen Aufschwung, der sich auch im  durchschnittlichen Jahreseinkommen der Bevölkerung niederschlägt.


So beträgt der Jahresverdienst derzeit ca. 1200 USD.

Es ist 22 Uhr, und wir sitzen gerade in der Bar unseres 4 Sterne Hotels „Anise“ und genießen unser erstes Hanoi Bier. Dieses Boutique Hotel besticht durch seine Nähe zur Altstadt und seine liebevolle Atmosphäre.




01.02.

Wir beginnen unseren Tag bei einem ausgiebigen Frühstücksbüffet im 11. Stock über den Dächern Hanois.

Gut gestärkt machen wir uns auf zu einem Rundgang durch die berühmte Altstadt. Wir sind beeindruckt von der Lebendigkeit auf den Straßen.

Die Kulisse bilden die alten Häuserfassaden aus der Kolonialzeit, die trotz der angesetzten Patina durchaus ihren Charme bewahrt haben. Für uns ist es unvorstellbar, dass durch die oberirdischen Kabelleitungen eine offensichtlich reibungslose Versorgung mit Elektrizität möglich ist. 


       

      

      

 
Nach wenigen Minuten haben wir den Eindruck, dass sich wohl fast die ganze Stadt hupend,  auf motorisierten Zweirädern bewegt, was wir jedoch sehr schnell als völlig normal empfinden. Später erfahren wir von unserem Reiseleiter, dass die Hälfte der 4,2 Mio. Einwohner Hanois mit Motorrädern und Mopeds unterwegs sind.


        

Trotz des grauen Himmels, sind wir erstaunt über das farbenfrohe Stadtbild, das geprägt wird von den fliegenden Händlern, die ihre Waren feil bieten, unzähligen kleinen Geschäfte, die sich wie eine Perlenschnur in jeder Straße aneinanderreihen und quirligen Märkten, mit Kaufleuten, die unaufdringlich und mit freundlicher Gelassenheit ihre Waren zum Kauf anbieten. Wir staunen über die Kraft der zierlichen Lastenträgerinnen, die anscheinend fast mühelos die schweren Waren durch die Straßen balancieren.   


      

        
                        

Am frühen Nachmittag genießen wir in einem typischen Kaffeehaus vietnamesischen Hochlandkaffee, der den Vergleich mit italienischem Espresso jederzeit standhält. 


      

      


Einmalig auf der Welt ist auch die Vorstellung des traditionellen Wasserpuppentheaters, das man wirklich als sehr unterhaltsam bezeichnen kann. 

      

      


02.02.
                    

Der heutige Vormittag steht ganz im Zeichen der Kultur.

Wir beginnen unsere Tour mit der Besichtigung des Ho-Chi-Minh-Mausoleums. Der monumental, aber schlichte Bau beeindruckt uns schon von außen durch einen großzügigen Paradeplatz. Unser Staunen setzt sich im Inneren des Gebäudes fort, als wir  am gläsernen Sarg mit dem einbalsamierten Leichnam des Gründers des heute bekannten, modernen sozialistischen Vietnams durchaus mit Ehrfurcht  vorbeigehen. 
  
      

      
      

Im Ho-Chi-Minh-Komplex sehen wir noch den Regierungspalast, die Wohngebäude des „Befreiers“, die einbeinige Pagode und den Literaturpalast mit dem Konfuziusaltar.


      

      


Hier lernen wir noch viel über die bis heute in das vietnamesische Alltagsleben wirkenden Lehren dieses chinesischen Philosophen.


Sehr beeindruckt sind wir, als wir zufällig eine buddhistische Beerdigungszeremonie im Tempel  mit allen dazugehörigen Riten erleben . Die laute Musik, der ergreifende Gesang, der Geruch der Räucherstäbchen, der Tanz des Priesters und die betenden Angehörigen geben der Szene eine für uns unbekannte Rührseligkeit und Art der Trauer.  
  

Wir bekommen bald eine Erklärung für die tausende „fahrenden Mandarinenbäumchen“: es sind die Vorbereitungen der Menschen für das nächste Woche stattfindende vietnamesische Neujahrsfest. Sinngemäß sind diese Bäumchen mit unseren Weihnachtstannen vergleichbar. 

      

      


Nachmittags fahren wir auf direktem Weg nach Ha  Long.

03.02.

Wir fahren auf einer Dschunke in die Inselwelt der Halong Bucht.

Uns erwartet Großartiges: smaragdgrünes Meer, aus dem sich majestätisch, fast geisterhaft  Kalkfelsen erheben.

Die großartige Schönheit dieser grandiosen Inselwelt lässt sich sehr schwer in Worte fassen. 

      

       

Wir liegen in den Deckchairs auf dem Oberdeck unserer Dschunke und genießen die Ruhe und  friedliche Atmosphäre bei einem Cocktail. Später wird uns ein  original vietnamesiches Mittagessen serviert.

Nach 4 Stunden „Kreuzfahrt“ heißt es wehmütig Abschied nehmen.


Wir fahren weiter mit dem Bus nach Halong City. 
  

Nachmittags bummeln wir gemütlich über einen landestypischen Markt. Die Buntheit des Angebots und die Geschäftigkeit der Menschen gefallen uns sehr.


      

      


Am späten nachmittags sind wir dann unterwegs zum Flughafen in Hanoi, um unseren Anschlussflug nach Danang zu nehmen

04.02.

Heute sehen wir den berühmten  China Beach, der sich auf einer Länge von 35 km vom Wolkenpaß  bis nach Hoi An erstreckt. Von den Marmorbergen haben wir eine wunderschöne Sicht auf diesen geschichtsträchtigen Küstenabschnitt. Hier lässt es sich sehr gut Baden und Strandwandern.

Zum ersten Mal stellen wir nachmittags beim Stadtrundgang in Hoi An fest, dass sich die Mentalität der hiesigen Bevölkerung  doch stark von den Nordvietnamesen unterscheidet.   Sie sind wesentlich geschäftstüchtiger und nachdrücklicher wenn es um den Verkauf Ihres Angebotes geht.


      


Ansonsten sind wir von dieser Stadt begeistert, die so etwas ist wie das "Rothenburg Vietnams".
 
Sie versprüht einen morbiden und pittoresken Charme, den wir am Stadtbild erkennen. Die schönen Fassaden mit den geschnitzten Türen verstecken sich hinter Klamottenläden und Souvenirgeschäften.  Restaurants und Cafes laden zum Verweilen nach einem Bummel ein.


      

      

      
                             
Wunderschön ist es ebenfalls, die Stadt mit dem Fahrrad zu erkunden.

Auch wir nehmen gerne diesen kostenfreien Service der Hotels in Anspruch  und erkunden die Region.  

05.02.

Welch ein Unterschied zum anderen Weltkulturerbe in der Mitte Vietnams. Die alte Kaiserstadt Hue. Leider hat das amerikanische Flächenbombardement von der „verbotenen Stadt“ sehr viel zerstört. Aber dennoch sind einige Gebäude in ihrer einstigen Pracht sehr gut erkennbar und die Größe der Anlage ist beeindruckend.


      

      

Vollständig erhalten geblieben sind dagegen die Gräber aus der Nguyen-Dynastie. Verspielte Paläste in üppigen Gartenanlagen, die von den Kaisern als Sommerresidenzen genutzt wurden, ziehen heute sehr viele Touristen an.


        


An den Straßen zu den Grabmalen stehen die Souvenierläden Spalier. Räucherstäbchen in allen Farben wie bunte Fächer, spitze Reisstrohhüte in allen Größen, Buddhas in allen Posen. „Madam, Sir!“ schallt es aus allen Richtungen. „Where do you come from? What`s your name?” Wer darauf antwortet, bekommt lächelnd die Schätze des Ladens ausgebreitet. Kein Wunder also, dass sich die Reisstrohhüte im Bus stapeln, als wir zurück in die Stadt fahren.


06.02.
 

Saigon – die brodelnde Metropole wirkt auf den ersten Blick wie ein Betonmoloch. Dennoch kann man sich dem Charme dieser Stadt nicht entziehen. Ist man mit dem Bus oder Taxi unterwegs, wird man mit Reizen förmlich überflutet, aber das ist in dieser Stadt wohl normal.


      


Überall herrscht reges Treiben, und uns bietet sich ein unwiderstehliches Potpourri aus Märkten, Cafes, Massage- und Akupunkturkliniken, Pagoden, glänzenden Wolkenkratzern und maroden Holzhäusern, in denen Seide, Gewürze, Korbwaren und handgefertigte Möbel verkauft werden.

Unsere Stadtbesichtigungstour führt uns u.a. nach Cholon, dem chinesischen Viertel der Stadt. Hier lohnt es sich die faszinierenden Tempel, wie z. B. die Thien-Hau Pagode, mit ihrem schönen  Keramikfries auf dem Dach anzuschauen.


      

      

Weitere Höhepunkte sind das Postamt, die Oper sowie die Kathedrale Notre Dame.


      

      

      


Am späten Nachmittag bummeln wir über die „Dong Khoi“, die Haupteinkaufsstraße, die an diesem Tag anlässlich der Neujahrsfeier in einem Meer aus Blumen erstrahlt.      

        

       

 

07.02.

Der letzte Tag unserer Rundreise führt uns in das Mekong Delta, der Reiskammer Vietnams. Diese Landschaft ist geprägt vom Wasser und durchzogen von vielen Kanälen und Flüssen, die alle vom sechstlängsten Fluss der Erde gespeist werden.  Auf der Fahrt nach My Tho, einer Provinzhauptstadt,  sehen wir saftiggrüne Reisfelder und verschlafene Dörfer.

      


Der Höhepunkt des heutigen Tages ist zweifelsohne eine Bootsfahrt auf dem „9 Drachen Fluss“, wie der riesige Strom hier genannt wird. Wir steuern die beschauliche Insel „Unicorn“ an.


      

             

Ein Fußweg führt uns zu den hübschen, verschlafenen Dörfern an den Ufern des labyrinthischen Kanalsystems. Unser Gaumen wird verwöhnt auf einer Kokosnuss-Bonbon-Plantage, wo wir uns durch das Sortiment der verschiedenen Köstlichkeiten naschen.

Weiter geht es zu einer Bienenfarm, bei der wir Gelee Royal, Bananenwein und Honigtee probieren.

Ganz romantisch und beschaulich ist die abschließende Ruderboot-Tour entlang der Kanäle. Wir beobachten, wie geübte Einheimische geschickt mit ihren Händen im Wasser fischen. Wir fahren fast lautlos an Palmenhainen und grünen Reisfeldern vorbei und genießen unseren letzten Tag.


Mein persönliches Fazit:

Vietnam ist ein Land voller Gegensätze und Unterschiede. Bergregionen im Norden, wunderschöne Sandstrände, geschichtsträchtige Gedenkstätten und Kulturdenkmäler sowie brodelnde Metropolen geben dem Land seine ganz persönliche Note.   

Auch die Mentalität der Menschen kontrastiert sehr stark zwischen Nord und Süd. Während die Nordvietnamesen doch sehr zurückhaltend sind und sicherlich noch stark vom starren kommunistischen System „Onkel Hos“ geprägt sind, haben wir im Süden ganz offen freundliche Menschen getroffen, die ihr Leben in vollen Zügen genießen. 
                                                                                                  
Eines muss man den Vietnamesen aber doch lassen: Sie haben eine wunderbare, variationsreiche Küche, die über köstlichste Geschmacksnuancen verfügt. Als eingefleischten Asia-Food Fan ist das für mich von  großer Bedeutung und schon deshalb ein Grund und noch mehr ein Wunsch  dieses schöne Land wieder  zu bereisen.


      
       Dieter Schober 
       d.schober(at)reisebuero-in-stein.de